Besondere Dienstleistungen NRW

Streikauftakt in Dortmund!

Wohnungswirtschaft NRW / LEG / Technik Service Plus

Streikauftakt in Dortmund!

Technik Service Plus, Wohnungswirtschaft NRW, LEG, Besondere Dienste NRW, Foto: ver.di NRW / FB 13 TSP Dortmund

09.11.2020 | Düsseldorf - Am 6.11.2020 haben erstmalig Beschäftigte der TSP die Arbeit nieder gelegt, um der Forderung nach einem Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. Konkret aufgerufen waren die Kolleginnen und Kollegen am Standort Ost. Trotz der vielen Anrufaktionen des Arbeitgebers im Vorfeld des Streiktages konnte der Streik stattfinden. Es war der Beginn unserer Streikaktionen und nicht das Ende!

Tarif, Tarifkommission, Streikrecht, Wohnungswirtschaft NRW, LEG, Technik Service Plus, Grafik: ver.di NRW / FB 13 Technik Service Plus

Zur Erinnerung:

Die Beschäftigten der TSP haben sich in einem Zeitraum von über einem Jahr ausführlich mit der Frage, ob ein Tarifvertrag für sie der richtige Weg ist, auseinandergesetzt. Über 50 % der Beschäftigten haben für die Forderung nach einem Tarifvertrag unterschrieben. Die Unterschriften wurden der Geschäftsführung übergeben. Bereits über 40 % der Beschäftigten haben sich in ver.di-organisiert. Wir haben deshalb den Arbeitgeber im Juni diesen Jahres zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

Statt uns Termine zu Tarifverhandlungen anzubieten, werden individuelle Lohnerhöhungen angeboten und freiwillig Leistungen, die wir den Beschäftigten von ganzem Herzen gönnen, die jedoch nichts mit Tarifverhandlungen auf Augenhöhe und mit Rechtsanspruch zu tun haben. All diejenigen die nun denken: Der Arbeitgeber hat uns eine hohe Corona-Prämie gezahlt, jetzt brauchen wir den Tarifvertrag nicht mehr sollten eines Bedenken: Wir wollen mit einem Tarifvertrag die Bittstellerposition der Beschäftigten in der TSP durchbrechen und sie zum Verhanldungspartner des Arbeitgebers auf Augenhöhe machen.

Darum geht es:

Es geht um mehr als Prämien, individuelle Zahlungen oder weitere „Möhren, die euch vor die Nase gehalten werden“. Es geht darum, dass regelmässige Lohnerhöhungen per Tairfvertrag ausgehandelt werden sowie Urlaub, Arbeitzeiten, Weihnachtsgeld und die Eingruppierung für die Gewerke sowie die Beschäftigten in der Verwaltung. Im ersten Schritt fordern wir eine Erhöhung der Löhne um 170 €/Monat für alle Beschäftigten und 100 €/Monat für die Auszubildenden. Der Arbeitgeber möchte nicht, dass ver.di hier mitredet. Warum wohl? Weil wir z.B. in der LEG hervorragende Tarifverträge haben mit komfortablen Regelungen für die Beschäftigten. Es würde den Arbeitgeber was kosten. Aus unserer Sicht würde ein Teil der Gewinne der LEG an die Beschäftigten gegeben, und das wäre absolut gerecht. Eure Arbeit ist mehr wert, und das wollen wir in Tarifverträgen festschreiben.

Haltet zusammen und lasst euch nicht spalten!!!

Der Streik ist ein Grundrecht (Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz) und das rechtmäßige Mittel zur Durchsetzung der Tarifforderung!“ (BAG vom 12.09.1984–1 AZR 342/83)

V.i.S.d.P: Benedikt Frank, ver.di-Fachbereich Besondere Dienstleistungen, Hans Böckler Platz 9 in 50672 Köln. Telefon: 0221 - 48558 - 260