Besondere Dienstleistungen NRW

Streikaufruf!

Wohnungswirtschaft NRW / LEG / Technik Service Plus

Streikaufruf!

Tarifvertrag, LEG, TSG, Tarifverhandlungen, Besondere Dienste NRW, Grafik: ver.di NRW / FB 13 Tarifvertrag für die Beschäftigten der TSP

ver.di weitet Streiks bei TSP aus: Alle vier Standorte betroffen!

24.01.2021 | Düsseldorf - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft ab morgen (25.01.) erstmalig an fünf aufeinanderfolgenden Tagen Beschäftigte der Handwerkergesellschaft TSP im LEG Konzern zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf. Die Gewerkschaft rechnet deshalb vermehrt mit Beeinträchtigungen für Mieterinnen und Mieter. Die Streikaktivitäten hatten im November begonnen und wurden im Dezember und Januar fortgesetzt. Bereits im Juni 2020 hatte ver.di die Geschäftsführung zu Tarifverhandlungen für die rund 400 Beschäftigten der TSP aufgefordert. Diese verweigert weiterhin die Aufnahme, obwohl die meisten Beschäftigten im Konzern bereits von dem mit ver.di verhandelten Haustarifvertrag profitieren.

Portrait Andrea Becker Foto: ver.di NRW / FB 13 Andrea Becker

Andrea Becker, Fachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen NRW, erklärte: „Die Beschäftigten fordern die Sicherheit, regelmäßig an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben zu können. Es ist unverständlich, dass dies in einem Konzern, der Rekordgewinne vermeldet, nicht möglich ist. Sicherheit gibt es nur mit einem Tarifvertrag. Sonst sind wir auf das Wohlwollen der Arbeitgeber angewiesen.“

Was sonst durch den bestehenden Haustarifvertrag für die meisten Beschäftigten im Konzern geregelt sei, wie beispielsweise regelmäßige Lohnerhöhungen, werde den Beschäftigten der TSP verweigert. Seit Bestehen der TSP gebe es unregelmäßige freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, aber keine kontinuierliche Entwicklung der Löhne.

„Es herrscht Unverständnis und Wut darüber, dass die aktuelle Bezahlung nicht widerspiegelt, wie nachgefragt die Leistungen von Handwerkerinnen und Handwerker auf dem aktuellen Arbeitsmarkt sind. Die generelle Blockadehaltung des LEG-Vorstandes und der Geschäftsführung sorgt dafür, dass dieser Konflikt weiterhin mit Terminabsagen und Unzufriedenheit bei den Mieterinnen und Mietern verbunden ist“, so Becker weiter.

Hinweis für die Redaktionen:

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage kommen die Beschäftigten nicht zu örtlichen Streikversammlungen zusammen. Die vier Standorte sind in Hilden, Mülheim, Münster und Dortmund.

Kontakt:

Andrea Becker, Landesfachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen, Mobil: 0170 - 8002428.

V.i.S.d.P.: Lisa Isabell Wiese, ver.di-Landesbezirk NRW, Pressestelle, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf.

Telefon: 0211 - 61 824 - 110
Mobil: 0160 - 90406939

E-Mail: lisa-isabell.wiese@verdi.de

Streikaufruf

Viele Beschäftigte der TSP an allen Standorten haben sich in ver.di-organisiert, um einen Tarifvertrag durchzusetzen. Sie wollen das, was in den meisten Gesellschaften des LEG Konzerns schon lange gilt: die Sicherheit, regelmäßig an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben zu können. Und das geht nur mit Tarifvertrag! Über 50% der Beschäftigten haben für den Tarifvertrag gestimmt. Am 04.06.2020 haben wir die Geschäftsführung der TSP zu Tarifverhandlungen aufgefordert und sieben Verhandlungstermine angeboten. Die Arbeitgeberseite lehnt Tarifverhandlungen ab mit der Begründung (Zitat) …… „dass ein Tarifvertrag keine Mehrwerte für beide Seiten schaffen würde.“ Eine unglaubliche These finden wir.

Wir akzeptieren die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber nicht!!!

Uns bleibt in dieser Situation nichts Anderes übrig als zur Durchsetzung der Forderungen zu streiken. Wertschätzung sieht anders aus! Und das in einem Konzern, der Jahr für Jahr Rekordgewinne zu vermelden hat. Unsere ersten Streiks waren erfolgreich, haben aber noch nicht dazu geführt, dass wir einen Verhandlungstermin von der Geschäftsführung erhalten haben. Deshalb müssen wir jetzt weiter streiken. Wir lassen nicht locker und halten an unserem Ziel fest, auch wenn der Arbeitgeber noch so viele freiwillige Prämien zahlt.

Wir fordern deshalb:

  • Eine Erhöhung der Vergütungen aller Beschäftigten um 170 €/Monat,
  • eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 100 €/Monat
  • und eine Anpassung der Relationen der Ausbildungsvergütungen.

Wir rufen daher alle Beschäftigten der TSP (einschl. Telefonie, Heizungsbau und Azubis) aller Standorte am Montag, den 25.01.2021 bis Freitag, den 29.01.2021 von jeweils 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr zum Streik auf!

Wir treffen uns aufgrund der Corona-Einschränkungen in einer digitalen Streikversammlung. Du erhältst anbei die Einladung zur Web-Ex-Konferenz nebst Anleitung.

Der digitale Raum ist ab 10.30 Uhr geöffnet. Die Streikversammlung beginnt um 11.00 Uhr und dauert ca. 2,5 Stunden.

Solltest du Schwierigkeiten haben in die Videokonferenz hineinzukommen, so kannst du dich melden bei:

  • Standort Nord: Björn Cerny
  • Standort Ost: Detlef Frischemeyer
  • Standort Süd: Jörg Steil oder bei Lena Reiter von ver.di-NRW: 0151/64972451.

Dein Erscheinen in der digitalen Streikversammlung ist erforderlich!

 

V.i.S.d.P.: Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk NRW, Andrea Becker, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf. E-Mail: andrea.becker@verdi.de Telefon: 0211 - 61824 - 391