Besondere Dienstleistungen NRW

Warnstreiks im Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW werden ausgeweitet

Tarifrunde Wach- und Sicherheit NRW 2021

Warnstreiks im Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW werden ausgeweitet

Warnstreik, Digital, Besondere Dienste NRW, Grafik: ver.di NRW / FB 13 Warnstreik Digital

Warnstreiks im Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW werden ausgeweitet

14.01.2021 | Düsseldorf - Nachdem ver.di bereits im Laufe der Woche zu nadelstichartigen Arbeitsniederlegungen im Wach- und Sicherheitsgewerbe aufgerufen hatte, sollen die Streiks am Freitag (15. Januar) ausgeweitet werden. Damit erhöht die Gewerkschaft vor der dritten Verhandlungsrunde am Montag (18. Januar) den Druck auf die Arbeitgeber. Aufgerufen, an verschiedenen Standorten in NRW von Schichtbeginn bis Schichtende ihre Arbeit niederzulegen, sind unter anderem Beschäftigte von Klüh, WISAG, Securitas und Kötter.

Portrait Andrea Becker Foto: ver.di NRW / FB 13 Andrea Becker

„Wir werden vor der kommenden Verhandlungsrunde noch einmal deutlich den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Sicherheitsbranche ist nur geringfügig von der Pandemie betroffen. Sie muss also jetzt ihren Beitrag zur Stützung der Kaufkraft der Beschäftigten leisten und damit zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen. Diese Aufgabe kann und darf nicht allein der Bundesregierung zufallen, die Unternehmen aktuell mit Steuergeldern in Milliardenhöhe unterstützt“, erklärte Andrea Becker, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 52.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe eine Lohnerhöhung von 1 Euro pro Stunde, mindestens aber 6 Prozent, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Das Arbeitgeberangebot wurde in der zweiten Verhandlungsrunde nur marginal auf 1,6 Prozent im ersten und 2,6 Prozent im zweiten Jahr angehoben. Sicherheitsbeschäftigte arbeiten im Niedriglohnbereich. Ein Sicherheitsmitarbeiter in der untersten Lohngruppe trägt das Risiko, nach 45 Jahren Arbeit im Alter nur 6 Euro über der Grundsicherung zu liegen.

Die Tarifverhandlungen mit dem BDSW werden am 18. Januar 2021 in Neuss fortgesetzt.

Betroffene Betriebe und Objekte:

  • Klüh Security GmbH: an den Objekten Landtag, Messe, Rheinbahn (Kontrollschaffner und Sicherheitsdienste),
  • WISAG Sicherheit & Service Nordwest GmbH & Co. KG in Hamm, Essen und am Standort Neuss (Düsseldorf),
  • Securitas Fire Control + Service GmbH & Co. KG: Securitas an den Objekten HKM Duisburg, Thyssen Duisburg-Beeckerwerth, BP Scholven Gelsenkirchen,
  • Westdeutscher Wach- u. Schutzdienst Fritz Kötter SE & Co. KG in Essen,
  • VSU Vereinigte Sicherheitsunternehmen GmbH an der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung am Standort Ahaus
  • und PRODIAC Sicherheit GmbH in Bielefeld.

Kontakt: Andrea Becker, Mobil: 0170 - 8002428 (Verhandlungsführerin und Fachbereichsleiterin für Besondere Dienstleistungen NRW).

V.i.S.d.P.: Lisa Isabell Wiese, Pressestelle ver.di-NRW, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf.

Informationen zum digitalen Warnstreik:

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage, treffen sich die Streikenden von 11:00 - 14:00 Uhr in einer digitalen Streikversammlung.

Das Erscheinen in der digitalen Streikversammlung ist zur Auszahlung des Streikgeldes erforderlich!

 

Wichtige Hinweise und Informationen zum Warnstreikaufruf und zur Streikunterstützung: 

Bitte laden Sie unter Downloads, die Warnstreikaufrufe und das Auszahlungsformular zur Streikunterstützung herunter. Füllen Sie das Auszahlungsformular aus und senden es bitte umgehend via E-Mail (lena.reiter@verdi.de),  Fax (0211 - 61824 - 451) oder PC- Fax (0180 - 5 837 34323 - 932) zurück an den ver.di-Landesbezirk NRW!

V.i.S.d.P.: Andrea Becker, ver.di-Landesbezirk NRW, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf.

E-Mail: andrea.becker@verdi.de, Telefon: 0211 - 61824 - 391

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