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Fortsetzung der Streiks!

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Fortsetzung der Streiks!

Tarifvertrag, LEG, TSG, Tarifverhandlungen, Besondere Dienste NRW, Grafik: ver.di NRW / FB 13 Tarifvertrag für die Beschäftigten der TSP

Der Arbeitgeber ist in der besinnlichen Zeit nicht zu Besinnung gekommen!

Das bedeutet: Fortsetzung der Streiks!

11.01.2021 Düsseldorf/Köln - Wir hoffen ihr hattet trotz Kontaktbeschränkungen eine angenehme Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2021. Auch im neuen Jahr bleibt es dabei: Wir würden gerne Tarifverhandlungen führen. Da der Arbeitgeber Gespräche verweigert, die Beschäftigten sich aber eindeutig für einen Tarifvertrag ausgesprochen haben, müssen wir zu dem Mittel des Streiks greifen um den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu bringen. Ihr wißt ja: Der Betriebsrat kann zwar viele Verbesserungen für euch durchsetzen, aber keinen Tarifvertrag. Deshalb streiken wir weiter. Die Vorbereitungen dazu laufen an. Wir melden uns in Kürze. Haltet euch bereit!

Ausstand, Streik, Wohnungswirtschaft NRW, TSP, Alle Standorte, Besondere Dienste NRW, Tarifvertrag, LEG, Foto: ver.di NRW / FB 13 Wir bringen die Welt wieder in die Waage!

Warum streiken wir?

Wir wollen einen Tarifvertrag! Der erste Schritt auf diesem Weg und die erste Forderung ist eine Lohnerhöhung von 170,- € (bzw. 100,- € für Azubis). Im zweiten Schritt wollen wir die Integration in den Haustarifvertrag der LEG. Das würde bedeuten, dass die Arbeitsbedinungen der LEG Kolleg*innen perspektivisch auch für euch gelten sollen, z.B. bezüglich der Arbeitszeit, Urlaub, Zuschläge, Kündigungsfristen etc. Die Vergütung der TSP Beschäftigten muss aus unserer Sicht neu geregelt werden und sodann in den Tarifvertrag der LEG integriert werden. Die Regelungen im LEG Tarifvertrag sind nicht ausreichend. Hier ist die Frage welches Gewerk soll zukünftig wie viel verdienen? Das alles ist wichtig, um eine rechtssichere Grundlage zu haben und um euch an regelmässigen Lohnerhöhungen teilhaben zu lassen.

 

 

Warum der Streik alternativlos ist:

Der LEG-Konzern ist ein erfolgreicher Konzern und kann in den letzten Jahren Rekordgewinne vermelden. Die TSP leistet ihren Beitrag dazu, ganz konkret die Beschäftigten der TSP. Der LEG-Konzern und die TSP werden auch mit TSP-Tarifvertrag erfolgreich sein. Der Beweis wurde längst angetreten durch den Haustarifvertrag der LEG. Es gibt also die besten Voraussetzungen in diesem Betrieb gute und rechtssichere Arbeitsbedinungen sowie Lohnstrukturen per Tarifvertrag zu schaffen. Zumal die Wohnungswirtschaft nicht von der Pandemie betroffen ist.

Niemand hat ein gutes Argument gegen einen Tarifvertrag.

Das gibt es auch nicht; denn der Arbeitgeber bietet euch alternativ freiwillige Leistungen d.h. Bezahlung nach Gutsherrenart. Er will keine rechtssichere, verbindliche Strukturen mit den dafür vom Gesetzgeber vorgesehenen Organisationen (Gewerkschaften) schaffen. Stattdessen will er weiter Verhältnisse aufrechterhalten, in denen er nur selbst über Arbeits- und Einkommensbedingungen bestimmen kann. Er hält euch die Möhre vor die Nase und ab und zu bekommt ihr ein Stück Möhre. Soll das die Zukunft sein?

Lasst euch nicht länger die Möhre vor die Nase halten. Besteht auf euer Recht und streikt gemeinsam für die einzig richtige Absicherung die es für Arbeitnehmer*innen gibt: Für den Tarifvertrag.

Zur Erinnerung:

Bis Januar 2020 hatten sich 30% der Belegschaft in ver.di organsiert, Im Feb 2020 haben wir dann eine Tarifkommission gewählt, im Mai unsere aktuelle Forderungen aufgestellt (170,- bzw 100,- für Azubis) und diese dem Arbeitgeber dann Anfang Juni übergeben. Im Juni bekamen wir dann von der Geschäftsführung mitgeteilt, dass man in Gesprächen zu einem Tarifvertrag keinen Mehrwert sehe, weshalb Verhandlungen mit ver.di und jedwede Gespräche abgelehnt wurden. Seit November haben wir 7 Streiktage durchgeführt an denen sich 30 % der Belegschaft beteiligt hat.

 

Wohin soll das führen?

Der Streik ist normalerweise das letzte Mittel im Rahmen einer Tarifrunde. Mit einem Streik setzen die Beschäftigten das einzige Druckmittel ein welches sie haben: die Arbeitsniederlegung. Die Niederlegung der Arbeit erzeugt Druck und Ärger im Betrieb, es entsteht ein wirtschaftlicher Schaden. Wenn der Druck, Ärger und Schaden für den Arbeitgeber zu groß ist, wird er Verhandlungsbereit sein. Deshalb verhandeln kluge Arbeitgeber direkt mit uns zu Beginn einer Tarifrunde und riskieren keine Streiks.

Bei der TSP müssen wir aber leider schon streiken, bevor die Tarifverhandlung überhaupt angefangen hat.
Wir wollen unser Ziel nicht erst Ende des Jahres sondern schnell erreichen. Dazu muss der Druck nun erhöht werden und dafür müssen sich alle Beschäftigten die Frage stellen, ob sie solidarisch und Seite an Seite für die gemeinsame Sache streiten? Denn alle werden profitieren von einem Tarifvertrag.

Jetzt ist Zusammenhalt angesagt.

V.i.S.d.P.: Benedikt Frank, ver.di-Fachbereich Besondere Dienstleistungen, Bezirk Köln, Hans-Böckler-Platz 9 in 50672 Köln. Telefon: 0221 - 48558 - 260 - E-Mail: benedikt.frank@verdi.de



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