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Das Verhalten des Arbeitgebers empört parteiübergreifend!

Wohnungswirtschaft NRW / LEG / Technik Service Plus

Das Verhalten des Arbeitgebers empört parteiübergreifend!

Aktuelle Stunde am 29. April 2021

Tarifflucht trotz Rekordgewinnen bei der TSP im #LEG-Konzern. Während der Vorstandsvorsitzende sein Einkommen um fast 1,5 Mio. Euro erhöht, gucken über 400 Beschäftigte und ihre Familien in die Röhre. Lisa Kapteinat sieht die Regierung #Laschet und #Laumann in der Verantwortung, tätig zu werden. ver.di NRW #SolidaritätIstZukunft

Gepostet von SPD-Landtagsfraktion NRW am Donnerstag, 29. April 2021

 

Debatte über den TSP Streik im Landtag NRW!

07.05.2021 | Düsseldorf - Es ist sicherlich nicht alltäglich, wenn eine Debatte im Rahmen einer Aktuellen Stunde im Landtag NRW mit den Worten beginnt: „60 Tage STREIK BEI DER LEG TOCHTER TSP!“ Es schloss sich am 29.04.2021 eine 60minütige Auseinandersetzung über Tarifflucht, insbesondere bei der ehemals landeseigenen Gesellschaft LEG an, bei der sich alle Parteien mit teilweise mehreren Redebeiträgen über das Verhalten des Arbeitgebers austauschten und über Parteigrenzen hinweg empörten!

„Es ist unanständig, den Beschäftigten einen Tarifvertrag und damit regelmäßige Tariferhöhungen zu verweigern“ wurde die aktuelle Stunde durch die SPD-Landtagsfraktion eröffnet. Zudem wurde in weiteren Beiträgen schnell klar, worum es der TSP (LEG) eigentlich geht! Es geht um Dividenden für Aktionär*innen, es geht um Erhöhungen für Vorstände auf dem Rücken der Beschäftigten. Während sich der Vorstandsvorsitzender eine satte Einkommenserhöhung von weit mehr als einer Millionen Euro genehmigte, hätte eine komplette Erfüllung der Forderung von ver.di für die über 400 Beschäftigten eine Höhe von ca. 900 000 Tsd. ausgemacht!

Imageschaden für die LEG

Auch Arbeitsminister Laumann tadelte deutlich das Verhalten des Arbeitgebers und machte klar, dass er bestens durch seinen Parteikollegen Radtke informiert ist und dieser „Fall“ bereits auf dem Schreibtisch der NRW Landesschlichterin läge!

Dieser dramatischen Entwicklung, wie der Minister sie bezeichnete, will er deutlich entgegentreten und führte aus „Tarifverträge sind oft die einzige Möglichkeit, um ein Abrutschen der Beschäftigten in den Mindestlohn zu verhindern, Tarifverträge gehören zur DNA unserer Marktwirtschaft“.

Selten hat sich der Landtag so intensiv über einen konkreten Tarifkonflikt ausgetauscht. Insbesondere SPD, Grüne und auch CDU haben diesen Skandal und das wofür er steht, sehr klar und deutlich verurteilt und sehen bei dieser Entwicklung eine politische Verantwortung, die über die Grenzen der Tarifautonomie hinausgeht.

Fazit für ver.di und die Streikenden: Wir sind auf dem richtigen Weg, wir kämpfen für die richtige Sache, wir halten an unserem Ziel fest!!!

V.i.S.d.P.: Karsten Braun, Gewerkschaft ver.di-Landesbezirk NRW, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf. E-Mail: karsten.braun@verdi.de Telefon: 0211 - 61824 - 337.