Besondere Dienstleistungen NRW

Knaller des Jahres wird vorgezogen!

Wohnungswirtschaft NRW / LEG

Knaller des Jahres wird vorgezogen!

Feuerwerk ver.di Knaller des Jahres

Der Arbeitgeber zieht aufgrund des Böllerverbots den Knaller des Jahres schon vor!

Was meinen wir damit?

21.12.2020 | Düsseldorf - Die LEG-Corona Mogelpackung ging in die zweite Runde! Am 15.12.2020 setzte sich die Tarifkommission erneut an den digitalen Tisch mit dem Arbeitgeber. Wie wir Euch bereits mitgeteilt haben, will der Arbeitgeber die Zahlung der Corona Prämie im Jahr 2020, mit der Vergütungserhöhung im Rahmen der Tarifverhandlungen für das Jahr 2021 verrechnen. Das ist für uns nicht zu akzeptieren.

Die Anrechnung dieser Prämie wurde weder Euch noch uns gegenüber als Bestandteil der Tarifverhandlungen kommuniziert. Es handelt sich hierbei um pure Willkür des Arbeitsgebers und kann damit nicht Gegenstand der Verhandlungen sein. Aufgrund dieser einseitigen Anrechnung bietet uns der Arbeitgeber folgendes finales Angebot, von dem er nicht bereit ist abzuweichen:

  • Eine Tariferhöhung von 1,2% (bei einer Laufzeit von 12 Monaten)
  • Aufstockung des Coronabonus von 1.111€ um 389€ auf volle 1.500€ (unter
    der Voraussetzung, dass die Regelungen zum Coronabonus, wie angekündigt,
    bis 30.06.2021 verlängert werden).

Hierbei handelt es sich um das schlechteste finale Angebot in der Historie der LEG Immobilien AG bei doch den besten wirtschaftlichen Ergebnissen. Wir fragen uns, wie kann das sein?

Auch nach mehrmaliger Nachfrage und Ankündigung der Verhandlungsbereitschaft der Tarifkommission war die Arbeitgeberseite nicht bereit von diesem Angebot abzuweichen und stellte klar, das Angebot auch bei einem dritten Termin nicht zu erhöhen.

Was heißt das konkret?

Sofern der Arbeitgeber nicht verhandlungsbereit ist und wir das Angebot nicht annehmen, gibt es keine Tariferhöhung in 2021! Die Nachwirkung des Vergütungstarifvertrags, der am 31.12.2020 endet, gilt rechtlich nur für ver.di-Mitglieder.

 

Was uns in den Verhandlungen jedoch am meisten schockiert, ist nicht einmal das schlechteste Angebot der LEG Immobilien AG Historie, sondern viel eher die Herangehensweise an die Verhandlungen selbst.

  • Bislang war es nicht üblich einseitige Entscheidungen bei Tarifverhandlungen
    zu treffen, heute schon.
  • Bislang ist man sich auf Augenhöhe begegnet, heute nicht mehr.
  • Bislang ließ sich ein Verhandlungswille erkennen, heute setzt man uns vor vollendete Tatsachen.
  • Bislang zählte Eure Meinung, heute nicht mehr.

Der Arbeitgeber sendet Signale die eine konstruktive Zusammenarbeit nicht ermöglichen. Nach Ansicht des Arbeitsgebers verdienen die Beschäftigten der LEG bereits bedeutend mehr als Mitarbeiter vergleichbarer Unternehmen.

Heißt das also, perspektivisch wird die Kurve nach unten korrigiert? Das Angebot und die dazugehörigen Aussagen lassen dies vermuten.

Wir zitieren aus den Antworten des Vorstandes auf Eure Fragen:

Frage: Strebt die LEG weitere tariflose Gesellschaften an?
Antwort: Wir schauen immer, welche Vergütungsstrukturen am besten passen.
Eine grundsätzliche Festlegung gibt es nicht.

Hier fängt es an, wo hört es auf? Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Wir möchten Euch ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass diese Trends gegen die bisherigen Entwicklungen in der LEG sprechen. Es kann und darf nicht das Ziel sein, tariflose Gesellschaften und Angleichungen an andere Unternehmen in Kauf zu nehmen. Wozu das bei anderen Unternehmen geführt hat, sehen wir bereits. (#vonovia)

Uns ist es wichtig hier noch einmal klarzustellen: Die Tarifkommission war zu jeder Zeit gesprächsbereit und hat die Verhandlungen NICHT beendet. Die angebotene Gesprächsbereitschaft des Arbeitgebers beschränkte sich lediglich darauf, dass wir sein Angebot annehmen und nicht auf weitere Verhandlungen. (#frissoderstirb)

Nicht mit uns!

Drücken die 1,2% wirklich eine Wertschätzung Eurer Arbeit aus? In den kommenden Tagen starten wir mit einer kurzen Umfrage bei Euch.

Meldet Euch gerne bei Fragen zu dem Thema bei uns.

Eure ver.di-Tarifkommission

Stefan Katter, Andreas Woltering, Ulrike Schmidt, Claudia Tewes, Lena Nelsen, Lars Vogt, Jasmin Peters, Martina Stippel, Stamatios Stamenitis, Anke Schoendorff und Andrea Becker.

V.i.S.d.P.: ver.di-Landesbezirk, Andrea Becker, Fachbereich Besondere Dienstleistungen, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf. E-Mail: andrea.becker@verdi.de  Telefon: 0211 - 61824 - 390