Besondere Dienstleistungen NRW

Rekordgewinne der LEG!

Wohnungswirtschaft NRW / LEG / Technik Service Plus

Rekordgewinne der LEG!

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Gute Zeiten für Aktionäre und Vorstand
Schlechte Zeiten für die Beschäftigten der TSP

16.03.2021 | Düsseldorf/Köln - Wieder Rekordgewinne und beste Aussichten für kommende Zeiten bei der LEG… für Aktionäre und Vorstände. Der Gewinn der LEG konnte im Coronajahr 2020 um 12,3% auf 383,2 Mio. gesteigert werden. Davon sollen 70% (also 8,61 Mio) an die Aktionäre gehen die ohnehin schon bisher 44 Cent von jedem Euro Miete bekommen haben. Die Aktionäre steigern ihren Gewinn damit also um 5%.

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Wenn bei 5% Steigerung der Dividende der Aktionäre dann noch ordentlich Geld da war, dass Herr Lars von Lackum seine eigene Maximalvergütung um über 1,4 Mio. (und damit 52%) gesteigert werden konnte, bescheinigen wir hiermit der LEG maßlos zu sein. Maßlos gewinnorientiert auf Kosten der Beschäftigten und auf Kosten der Mieter*innen.Die Mieten sollen lt. Geschäftsbericht in diesem Jahr noch mal um 3% gesteigert werden.

Nur von der Gewinnsteigerung der LEG in diesem Jahr (also den 12,3 Mio mehr auf den Gesamtgewinn von 383,2 Mio.) könnte unserer aktuellen Forderung von 170,- für Jeden 13,5x bezahlt werden. Das wäre eine Lohnsteigerung von 2323,33 € im Monat für jeden bei der TSP. Selbst die sofortige Umsetzung des LEG Tarifvertrages bei der TSP würde nur einen kleinen Teil der Gewinnsteigerung erfordern.

Wer in dieser hervorragenden wirtschaftlichen Situation Beschäftigten einen Tarifvertrag mit dem Argument der Wettbewerbsfähigkeit verweigert, ist nicht mehr glaubwürdig. Was haben die Beschäftigten bei der TSP davon? Zuerst mal: Viel Schulterklopfen. Davon gibt’s auch reichlich. Schulterklopfen ist nett, ein Tarifvertrag ist besser und wie wir sehen finanzierbar.

Und wie weiter?

Es sollen Betriebsvereinbarungen auf den Weg gebracht werden, die angeblich einen Tarifvertrag ersetzen. Sagt zumindest der Arbeitgeber. Und natürlich wird es weiter dann Lohnerhöhungen geben, wenn der Arbeitgeber diese auszahlen will; denn jährliche Lohnerhöhungen werden auf keinen Fall per Betriebsvereinbarungen abgeschlossen werden können. Um es auf ein Zitat des Arbeitgebers zusammen zu fassen: „Habt doch mal Vertrauen“ und genau das steht für euch auch nur an, wenn wir keinen Tarifvertrag bekommen: Habt mal Vertrauen, dass der Arbeitgeber euch schon gerecht entlohnt. Wir sagen: Vertrauen ist gut, Verträge und in diesem Fall Tarifverträge sind besser! Das Geld ist da. Nur nicht der der Wille des Arbeitgebers, euch an den Gewinnen teilhaben zu lassen.

Millionen für die Aktionäre und den Vorstand der LEG.
Schulterklopfen, Durchhalteparolen und vage Versprechen für die Beschäftigten der TSP.

Es gab noch nie so viel gute Gründe für einen Tarifvertrag bei der TSP wie jetzt.

Auf ein Wort zu den Notdiensten und zur Verpflichtung von Abwesenheitsnotizen vor einem Streiktag.

  • Wenn du Feierabend hast und dich erreicht der Aufruf der Gewerkschaft zum Streik, bist du nicht verpflichtet eine Abwesenheitsnotiz in deinem dienstlichen e-mail-Account einzugeben! Du bist dazu nur in deiner Arbeitszeit verpflichtet!!!
  • Der Arbeitgeber will die Streikenden vom Notdienst ausschließen. Das ist nicht erlaubt! Denk an die Geltendmachung deines Notdienstes. Hol dir dein Geld zurück!!!

 

V.i.S.d.P.: Benedikt Frank, ver.di-Fachbereich Besondere Dienstleistungen, Bezirk Köln, Hans-Böckler-Platz 9 in 50672 Köln. Telefon: 0221 - 48558 - 260 - E-Mail: benedikt.frank@verdi.de