Besondere Dienstleistungen NRW

Jetzt muss Druck gemacht werden!

Wach- und Sicherheitsbranche NRW

Jetzt muss Druck gemacht werden!

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Die Zeichen stehen auf Streik!

26.11.2020 | Düsseldorf - Am 23.11.2020 fand die zweite Tarifverhandlung für die über 52.000 Beschäftigten der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW statt.

Zur Erinnerung: In der ersten Verhandlung hatten uns die Arbeitgeber 1,2 % und 1,4 % Erhöhung der Löhne und Gehälter angeboten. Die vielen Rückmeldungen von Mitgliedern haben die Meinung der ver.di Tarifkommission bestätigt:

Das ist kein faires Angebot!

Tag für Tag sorgen die Beschäftigten, manche rund um die Uhr, für Sicherheit und leisten unendlich viele Stunden und Überstunden. Im Rahmen der Corona Pandemie hat sich gezeigt: Ihr seid mit Sicherheit systemrelevant! In der zweiten Verhandlung war daher die Erwartungshaltung von unserer Seite hoch, dass die Arbeitgeber ihr Angebot deutlich verbessern und man uns nicht mit Almosen abspeisen will. Zwar wurde das Angebot insbesondere für das zweite Jahr erhöht, wir liegen jedoch weit unter den Abschlüssen der letzten Jahre.

Das Angebot der Arbeitgeber:

  • Erhöhung zum 01.01.2021 = 1,6%
  • Erhöhung zum 01.01.2022 = 2,6%

Diese Erhöhungsschritte sollen für die Löhne und Gehälter gelten. Mit Ausnahme der Lohngruppen
2bb und 3bb. Diese sollen komplett leer ausgehen! 5 % für die militärischen Anlagen 5 % für die Werkfeuerwehr
Kein Angebot für Azubis. Keine besondere Erhöhung für KTA.

Die Arbeitgeber provozieren mit diesem Angebot Streiks!

Die ver.di-Tarifkommission hat nach ausgiebiger Beratung einstimmig beschlossen, dieses Angebot nicht anzunehmen.

Wir waren bereit, auch im Dezember weiter zu verhandeln. Allerdings hat uns die Arbeitgeberseite signalisiert, dass es auch am bereits vereinbarten Termin 07.12. keinverbessertes Angebot geben wird. Daraufhin haben wir uns ergebnislos auf den 18. Januar 2021 vertagt. Der Tarifvertrag läuft noch bis zum 31.12.2020.

Jetzt seid IHR dran!!!

Mit Argumenten kommen wir nicht weiter! - Jetzt helfen nur noch Streiks!

Wir fordern 1 €/Stunde mehr, mindestens 6 % Die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche sollen in dieser Tarifrunde abgehängt werden und das ohne Not. Die Sicherheitsbranche ist nicht bzw. nur in ganz wenigen Segmenten negativ betroffen durch die Corona Pandemie.

Darum Streiks:

  • Wir haben in den letzten Jahren den Abstand zum Mindestlohn durch unseren Tarifvertrag deutlich erhöhen können. Die Arbeitgeber wollen diesen Abstand wieder verringern.
  • Von den Tariferhöhungen muss auch noch was übrig bleiben nach Abzug von Steuern und der SV Beiträge. Deshalb müssen die Angebote erhöht werden.
  • Wir wollen die Branche aus dem Niedriglohnsektor rausholen und zu Löhnen kommen, die Altersarmut verhindern. Daher ist jeder Abschluss in jeder Tarifrunde wichtig und muss entsprechend hoch sein.
  • Die Arbeitgeber stellen auf stur und wollen uns in dieser Tarifrunde die Löhne vordiktieren. Das können und wollen wir nicht zulassen. Am Verhandlungstisch kommen wir nicht weiter. Daher sind Streiks erforderlich, um die Arbeitgeber zu besseren Angeboten zu bewegen.

Der Streik ist ein Grundrecht (Artikel 9 Abs. 3 Grundgesetz) und das rechtmäßige Mittel zur Durchsetzung der Tarifforderung (BAG vom 12.09.1984 1 AZR 342/83).

Organisiere dich in ver.di um im Januar im Streik dabei zu sein und Streikgeld zu bekommen.

www.mitglied-werden.verdi.de
www.macht-immer-sinn.de

V.i.S.d.P.: Andrea Becker, ver.di-Landesbezirk NRW, Fachbereich Besondere Dienstleistungen, Karlstraße 123 - 127 in 40210 Düsseldorf.



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