Besondere Dienstleistungen NRW

Streikkundgebung im Autokino

Wohnungswirtschaft NRW / LEG / Technik Service Plus

Streikkundgebung im Autokino

Gepostet von Like den Streik - Solidarität mit den Streikenden der TSP im LEG Konzern am Samstag, 17. April 2021

 

Handwerker der TSP empört über Verhalten des Arbeitgebers

19.04.2021 | Düsseldorf - Streikende der TSP GmbH (TechnikServicePlus) im LEG Konzern kamen am letzten Freitag auf dem Düsseldorfer Messegelände zum Autokino zusammen. Die Streikveranstaltung wurde im Auto über das Radio empfangen, bevor anschließend ein Autokorso zur LEG-Zentrale aufbrach! Nunmehr kämpfen die Beschäftigten der TSP GmbH bereits 58. Streiktage für einen Tarifvertrag, den ihnen der Arbeitgeber verwehrt und aktiv gegen diesen Streik vorgeht. Mit dieser auf Abstand bedachten Kundgebungsform hileten die Beschäftigten den Druck weiter aufrecht. Unterstützt wurden sie dabei von Thomas Kutschaty (SPD) sowie Stimmen aus Kultur, Gewerkschaft und anderen Streikbetrieben.

Trotz Rekordgewinnen des LEG Konzerns, die die Prognosen für das Jahr 2020 noch übertroffen haben, weigern sich die Arbeitgeber über einen Tarifvertrag für die handwerklich Beschäftigten zu verhandeln. Den Handwerkerinnen und Handwerkern wird konsequent die Sicherheit von regelmäßigen Lohnerhöhungen verweigert. „Konzerne, die seit Jahren Rekordgewinne erzielen und damit ihre Aktionäre bedienen, sind moralisch und gesellschaftlich in der Pflicht für ordentliche Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten zu sorgen. Aus dieser Pflicht entlassen wir die LEG nicht!“, so Andrea Becker, ver.di-Landesfachbereichsleiterin Besondere Dienste NRW. „Das Handwerk ist gefragter denn je – einen Tarifvertrag als Wettbewerbsnachteil zu bezeichnen, ist für uns unverständlich und angesichts der Rekordgewinne auch unverschämt!“ 

Der Arbeitgeber geht aktuell massiv gegen Streikende und damit gegen ihr Grundrecht am Streik teilzunehmen vor. Es werden Abmahnungen gegen Streikende ausgesprochen, zugesagte Nutzungen von Dienstwagen zurückgenommen sowie Benachteiligungen bei der Ausführung von Notdiensten mit hohen Zuschlägen verwehrt. Gegen die Gewerkschaft ver.di wurde eine einstweilige Verfügung zur Unterlassung des Streiks erlassen, die jedoch vor dem Arbeitsgericht in Berlin zurückgewiesen wurde. Der LEG-Konzern ging daraufhin in Berufung. „Der LEG Konzern zeigt im Tarifkonflikt ein neues Gesicht. Hier wird mit harten Bandagen und unter der Gürtellinie gegen ein Grundrecht agiert. Die Entwicklung der ehemals landeseigenen Gesellschaft LEG mag für Aktionärinnen und Aktionäre gut sein - für die Beschäftigten brechen harte Zeiten an. Auch die Mieterverbände wissen seit langem von Problemen zu berichten.“

Hintergrund:

Bereits im Sommer 2020 hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) die Arbeitgeber der TSP GmbH zu Tarifverhandlungen für die rund 420 Beschäfigten in NRW aufgefordert. Nachdem der Arbeitgeber bis zum Herbst nicht verhandeln wollte, hat ver.di zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Seit fast 60 Tagen befinden sich nun Beschäftigte an allen fünf NRW-Standorten im unbefristeten Streik. Davon sind auch Mieterinnen und Mieter betroffen, die auf Handwerkerleistungen warten. Der Deutsche Mieterbund NRW hat sich hinter die Streikenden gestellt!

Zum Abschluss des heutigen Tages ein Autokorso an der LEG Zentrale vorbei

Gepostet von Like den Streik - Solidarität mit den Streikenden der TSP im LEG Konzern am Freitag, 16. April 2021

Autokorso vor der LEG-Zentrale



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